{"id":2862,"date":"2015-10-09T13:11:49","date_gmt":"2015-10-09T13:11:49","guid":{"rendered":"http:\/\/marinamasoni.ch\/web\/?p=2862"},"modified":"2021-02-25T13:12:22","modified_gmt":"2021-02-25T13:12:22","slug":"freie-fahrt-nach-lugano","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/freie-fahrt-nach-lugano\/","title":{"rendered":"Freie Fahrt nach Lugano!"},"content":{"rendered":"<p>Die individuelle Bewegungsfreiheit geh\u00f6rt zu den gr\u00f6ssten Errungenschaften unserer offenen Gesellschaft. Zu verdanken haben wir sie dem Fortschritt bei den gesetzlich gew\u00e4hrleisteten Individualrechten einerseits und bei der Technologie andererseits. Heute wird diese Freiheit aber kontinuierlich angegriffen: nicht offen und direkt, sondern schleichend, was viel gef\u00e4hrlicher ist. Schritt f\u00fcr Schritt versucht man sie im Namen eines nicht n\u00e4her definierten Gemeinwohls oder Allgemeininteresses zu beschneiden. Diese r\u00fcckschrittliche Politik hat es auch auf die Freiheit zum Autofahren abgesehen, obwohl die heutigen Fahrzeuge viel sicherer und weniger umweltbelastend sind als fr\u00fcher, wie die Statistiken zeigen.<br \/>\nDas Eidgen\u00f6ssische Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation hat mit dem Konzeptbericht Mobility-Pricing einen weiteren Schritt in diese Richtung getan. Und die Tessiner Kantonsregierung ist erstaunlich behende vorgeprescht. Sie hat sich \u2013 oder besser: die Tessiner Verkehrsteilnehmer \u2013 als Versuchskaninchen f\u00fcr das Pilotprojekt zur Verf\u00fcgung gestellt. Unter anderem sieht der Konzeptbericht eine sogenannte City-Maut vor, also eine Einfahrgeb\u00fchr f\u00fcr die Innenstadt. In einigen europ\u00e4ischen Grossst\u00e4dten wird ein solches Mobility-Pricing bereits angewendet, zum Beispiel in Schweden. So weit, so gut. Doch Schweden hat ein ganz anderes Territorium, andere Zahlen, eine andere Geschichte und eine andere Auffassung von Individualrechten und Steuern.<br \/>\nZur\u00fcck zum Tessin: Stellen wir uns eine Geb\u00fchr vor f\u00fcr alle, die mit dem Auto nach Lugano fahren wollen. Bereits heute leidet die wirtschaftliche Hauptstadt des Tessins unter dem Ausbleiben von Touristen, Besuchern und Konsumenten. Je nach Tageszeit und Wochentag ist die Stadt halb leer. Die negative Parkplatzpolitik der vergangenen Jahre ist da mitverantwortlich daf\u00fcr. Warum will man die Einfahrt in die Stadt erschweren? Will man durch einen Steuerwall jene Personen fernhalten, die sich mit ihrem Auto frei bewegen? Das w\u00e4re ein R\u00fcckschritt ins Mittelalter, als die Pestkranken vor die Stadtmauern verbannt wurden.<br \/>\nVor Jahren machte Architekt Mario Botta einen Vorschlag f\u00fcr Lugano: ein langes Parkhaus unter dem See, um die Autofahrer unmittelbar vor dem Stadtzentrum unterzubringen und die Seepromenade zu entlasten. Eine sch\u00f6ne, zukunftsgerichtete Idee. Geschehen ist nichts. Vielmehr will man heute in die andere Richtung gehen, zur\u00fcck zu den Beschr\u00e4nkungen und Abschottungen der Vergangenheit. Mehr Kontrollen, weniger Freiheiten. Und mehr Steuern.<\/p>\n<p>Marina Masoni \/ articolo apparso sulla NZZ am Sonntag il 4 ottobre 2015<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/nzzs_So_20151004.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Scarica l&#8217;articolo<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die individuelle Bewegungsfreiheit geh\u00f6rt zu den gr\u00f6ssten Errungenschaften unserer offenen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2862"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2862"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2862\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2864,"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2862\/revisions\/2864"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2862"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2862"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2862"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}