{"id":2967,"date":"2016-08-16T13:46:52","date_gmt":"2016-08-16T13:46:52","guid":{"rendered":"http:\/\/marinamasoni.ch\/web\/?p=2967"},"modified":"2021-02-25T13:48:02","modified_gmt":"2021-02-25T13:48:02","slug":"frische-luft-im-tessin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/frische-luft-im-tessin\/","title":{"rendered":"Frische Luft im Tessin"},"content":{"rendered":"<p>Zu viel Verkehr, zu viele Autos, zu dreckige Luft: So stellen sich viele das Tessin vor. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Es stimmt zwar, dass mit dem Wachstum der Bev\u00f6lkerung und der Wirtschaft auch der Verkehr und die Fahrzeugdichte im S\u00fcdkanton zugenommen haben. Aber es stimmt nicht, dass die Luftverschmutzung schlimmer geworden ist. Im Gegenteil. Die Luftqualit\u00e4t wird von Jahr zu Jahr besser. Das jedenfalls schreibt das Dipartimento del territorio in seinem j\u00fcngst ver\u00f6ffentlichten Bericht \u00abL\u2019aria cambia. Qualit\u00e0 dell\u2019aria in Ticino\u00bb (Die Luft ver\u00e4ndert sich \u2013 Luftqualit\u00e4t im Tessin).<br \/>\nDer Bericht dokumentiert die Entwicklung von 1990 bis 2015. In diesen 25 Jahren \u00abwurden konstante Fortschritte beobachtet\u00bb, wie es heisst. Die Hauptschadstoffe Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid gingen um 75 bis 80 Prozent zur\u00fcck. Das vorwiegend verkehrsbedingte Stickstoffdioxid sank um 30 Prozent, seit in den neunziger Jahren der Katalysator eingef\u00fchrt wurde. Auch die Feinstaubpartikel PM10 verringerten sich um 30 Prozent. Sogar das gef\u00fcrchtete Ozon ist gesunken, wenn auch mit 8 Prozent etwas weniger stark. Diese Zahlen best\u00e4tigen einmal mehr, dass die Tessiner \u201cbravi automobilisti\u201c sind. Die Luftverbesserung ist der Technologie zu verdanken, also Katalysatoren und saubereren Motoren.<\/p>\n<p>Diese Resultate sind umso bedeutender, als das Tessin mit seiner Autobahn ein Transitkorridor ist und sich der \u00f6ffentliche Verkehr im Kanton wegen der zerkl\u00fcfteten Berglandschaft nur schwer organisieren l\u00e4sst (viele Tessiner k\u00f6nnen ihren Arbeitsplatz nicht ohne Auto erreichen). Ausserdem gibt es in der benachbarten Lombardei viel Industrie und einen stark umweltbelastenden Auto- und Lastwagenverkehr. Dennoch wollen die Tessiner Kantonsbeh\u00f6rden die Luft weiter verbessern, besonders bez\u00fcglich der Immissionen, welche die Grenzwerte der eidgen\u00f6ssischen Luftreinhalteverordnung \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p>Die Realit\u00e4t lehrt uns, dass Fortschritt auch ohne die Beschneidung der individuellen Freiheit erzielt werden kann. F\u00fcr Liberale ist dies sogar ein Grundsatz. Doch die Politik nimmt immer weniger R\u00fccksicht auf die Grundwerte des Liberalismus. Das Dipartimento del territorio will k\u00fcnftig im Winter in Gegenden mit einer erh\u00f6hten Luftbelastung ein Teilfahrverbot f\u00fcr gewisse Nummernschilder sowie autofreie Sonntage einf\u00fchren. Die Vorschl\u00e4ge befinden sich derzeit in der Vernehmlassung. Sie kommen nicht etwa aus dem Lager der Gr\u00fcnen, sondern vielmehr von der Lega dei Ticinesi. Offenbar ver\u00e4ndert sich im Tessin nicht nur die Luft, sondern auch die Politik.<\/p>\n<p>Marina Masoni \/ Articolo apparso sulla NZZ am Sonntag il 7 agosto 2016<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/nzzs_So_20160807.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Scarica l&#8217;articolo<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu viel Verkehr, zu viele Autos, zu dreckige Luft: So [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2967"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2967"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2967\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2969,"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2967\/revisions\/2969"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2967"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2967"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.marinamasoni.ch\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2967"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}